Über uns MGV Lichtenau 1860 e.V.

2015 in Stadthalle Lichtenau

Vorstandschaft vom MGV 1860 Lichtenau 

von links nach rechts:

2. Vorsitzender Christian Müller,

1. Vorsitzender Günter Goldbach

Kassierer Klaus-Dieter Kienzle

 

Vereinsgeschichte des MGV 1860 e.V. Lichtenau

 

Fast 159 Jahre ist es her seit in Lichtenau, es war im Jahre 1860, eine Anzahl sangesfreudiger Männer sich zusammengefunden haben, um das Deutsche Lied zu hegen und zu pflegen.

Am 18. Dezember 1860 versammelten sich Bürger aus Lichtenau und man entschloss sich, einen Männergesangverein zu gründen, der den Namen „Sängerbund“ trägt. So lautet der Eintrag über die Vereinsgründung im Protokollbuch aus dem Jahre 1860. Das Versprechen, das sich diese Männer damals gaben, haben sie und die folgenden Generationen treu und redlich gehalten. Sie haben mit Liebe und Idealismus allen Stürmen der Zeit getrotzt, in schweren Krisenjahren wacker Stand gehalten und große persönliche Opfer gebracht. Sie haben darüber hinaus den Verein nach den Wirren der Kriege immer wieder neu auf die Beine gestellt, um das „Deutsche Lied“ und damit ein wertvolles Kulturgut zu retten und zu erhalten.

Nachdem der Verein gegründet war, meldeten sich auf Anhieb 40 aktive und 18 passive Mitglieder. Es wurde eifrig unter dem damaligen Dirigenten Lehrer Kirsch geübt und bereits im März 1861 eine erste Fahrt nach Schwarzach unternommen, wo man mit den Sängern des dortigen Vereins einige Lieder sang.

Am 6. Juli 1862 bekam der Verein seine erste Fahne, die von den Lichtenauer Frauen gestiftet und durch Frau Dr. von Langsdorff dem Vorstand übergeben wurde.

Nach einigen Jahren des gesanglichen Aufstiegs folgte der Krieg 1870/71, der acht Sänger zu den Waffen rief, aber den Gesangbetrieb nicht störte. Im Gegenteil, die Gründung des „Deutschen Reiches“, sowie der nachfolgende wirtschaftliche Aufschwung riefen die Sänger auf den Plan, denn die Begeisterung steckte an und weckte die Freude am Singen. So war es kein Wunder, dass sich die Sänger an allen möglichen Veranstaltungen beteiligten. Besonderen Höhepunkt in den eigenen Reihen bildete aber der alljährliche Gesangvereinsball, wo es immer hoch herging.

So flossen die Jahre dahin, im Jahre 1882 wurde der Blumensaal eingeweiht und damit machte auch das altbekannte Lichtenauer Lokal beim Männergesangverein Geschichte. Im Dezember 1885 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen und schien damit auf dem Zenit seines Wirkens angelangt. Es kam zu Unstimmigkeiten unter den vielen Sängern, was im Jahr 1897 zur Spaltung des Vereins und zur Gründung des Männergesangvereins „Liederkranz“ führte.

Der nun einsetzende gegenseitige Wettbewerb führte wohl verschiedentlich zu unliebsamen Zwischenfällen, im Großen und Ganzen brachte er in gesanglicher Hinsicht ein Leistungsniveau in beide Vereine, das reiche Früchte trug.

Das 50-jährige Bestehen des Sängerbundes wurde mit einem Unterhaltungsabend im kleinen Kreise gefeiert. Ein ständiger Wechsel der Dirigenten hatte allmählich zu einer Interessenlosigkeit der Sänger geführt, so dass in den Protokollbüchern oft Klagen erschienen. Durch den Weltkrieg 1914/18 wurde auch die Arbeit der Gesangvereine in Mitleidenschaft gezogen und zum Teil stillgelegt. Zögernd begann man nach Kriegsende wieder mit dem Aufbau der Vereine und erst 1921, als das 60-Jährige nachträglich gefeiert wurde, konnte man sagen: Die Chöre haben sich unter der Leitung der beiden Dirigenten Zuar und Hartmann gut erholt. Man feierte dieses Fest mit 28 auswärtigen Gesangvereinen.

Die beiden Sängergruppen nahmen an vielen Wertungssingen und Wettbewerben teil, errangen mehrere Preise, auch den ersten Preis in der Kunstklasse und beteiligten sich 1929 am Badischen Sängerfest in Freiburg.

Nach all diesen Erfolgen und der zielklaren Leitung des Chormeisters Hartmann trat der Wunsch vieler Sänger zutage, dass der Zusammenschluss der gesamten Lichtenau Sängerschaft angestrebt werden möge. Auch unter den Sängern des Brudervereins „Liederkranz“ wurden Stimmen laut, welche eine Vereinigung zu einer Sängergemeinschaft verlangten. Nach Fühlungnahme der Vorstände beider Vereine wurde der Zusammenschluss im Jahre 1931 vollzogen. Der Mitgliederstand war 155 Mitglieder, davon 79 Sänger.

Ein trauriges Kapitel für den Verein war der Brand im Vereinslokal „Blume“ am 11. Juni 1932, wo nicht nur das gesellige Vereinsleben jäh unterbrochen wurde, sondern wertvolles Notenmaterial und andere Gegenstände vollkommen vernichtet wurden. Von diesem Zeitpunkt an schlugen die Sänger ihr Domizil im Gasthaus „Lamm“ auf, und bei den sangesfreudigen Wirtsleuten war der Verein bis zum heutigen Tage gut aufgehoben.

Das 75-jährige Stiftungsfest feierte der Verein im Vereinslokal „Lamm“ verbunden mit einem Familienabend, wo Friedrich Hassmann eine besondere Ehrung erfuhr, er war der letzte Mitbegründer des Vereins.

In den Jahren bis zum letzen Krieg war das gesangliche Niveau des Vereins nicht sonderlich, zumal der bewährte Chormeister Wilhelm Hertmann versetzt wurde und diese Lücke nicht mehr ausgefüllt werden konnte. Nach 1941 kam dann der Gesangsbetrieb zum Erliegen, nur bei besonderen Anlässen wurde unter dem Schreinermeister Hassmann, wenn es ging, gesungen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Vereine wieder zugelassen. Gleichzeitig wurden auch Stimmen laut, den Männergesangverein wieder ins Leben zu rufen, was am 31. Mai 1947 in einer Versammlung geschah. Der wieder ins Leben gerufene Gesangverein trug von nun an den Namen „Männergesangverein 1860 e.V. Lichtenau“.

Hermann Weisenburger wurde als 1. Vorsitzender gewählt und Dirigent Hauptlehrer Walther übernahm seinerzeit die Leitung. Beide brachten den Verein über die ersten schwierigen Jahre hinweg. Im Jahre 1950 konnte der Verein sein 90-jähriges Bestehen zusammen mit der 650 Jahrfeier der Stadt Lichtenau feiern. In der Folgezeit wurde fleißig gearbeitet und Sängerfeste bei befreundeten Vereinen besucht. Eigene Veranstaltungen wechselten mit Darbietungen bei Festlichkeiten einheimischer Vereine ab. Dank der aufopfernden Leistung des Chorleiters Willy Halbhaus und des 1. Vorsitzenden Franz Bässler, der die Geschicke des Vereins 22 Jahre leitete, konnte man im Jahre 1960 mit einem großen Fest das 100-jährige Jubiläum feiern. Es wurde drei Tage, vom 9. – 11. Juli 1960 gefeier mit einer Beteiligung von 25 Gesangvereinen, 3 Musikkapellen und den örtlichen Vereinen, die beim großen Festumzug gerne mitmachten.

In den folgenden Jahren besuchte der Chor sehr viele Feste bei anderen Gesangvereinen, um die gesangliche Kameradschaft zu pflegen. Auch der „Tag des Liedes“ wurde jährlich auf dem Bierkeller in gesellschaftlicher Runde mit befreundeten Vereinen abgehalten.

Bei der Jahreshauptversammlung am 26. Februar 1977 wurde Franz Bässler als 1. Vorsitzender von Walter Ehrenfried in seinem Amat abgelöst und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Walter Ehrenfried übernahm nun die Geschicke des Vereins, unter seiner Leitung den dem Dirigenten Wilfried Seiler wurde im Jahre 1985 das 125-jährige Jubiläum gefeiert.

Auch das 130-järige Bestehen wurde mit deinem Festkonzert unter dem Motto „Zauber der Musik“ gefeiert, in den die Sänger des MGV „Concordia“ Mannheim mitwirkten.

Nach einer kurzen Zeit, in der kein Chorleiter zur Verfügung stand, konnte der 1. Vorsitzende Walter Ehrenfried am 8. Januar 1991 Karl-Friedrich Selzer als neuen Chorleiter verpflichten. Es wurde viel erarbeitet mit den Sängern, und so konnte im April 1995 in einem größeren Rahmen mit 12 Chören aus der Regin und den MGV „Liederkranz“ 1894 Hürth-Efferen das 135-jährige an zwei Tagen gefeiert werden.

In der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1996 wurde dem 1. Vorsitzenden für seine 19-jährige Tätigkeit gedankt und Walter Ehrenfried zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als Nachfolger wurde Albert Ludwig gewählt.

In der folgenden Zeit wurden bei Festen oder Jubiläen anderen Gesangvereinen Besuche abgestattet. Im Jahr 2000 durften wir unser 140-jähriges Jubiläum feiern. Es wurde mit einem Liederabend und dem Matinee-Singen gefeiert, wozu wir 8 Gastchöre eingeladen hatten, mit dabei zum ersten Mal der befreundete Männerchor aus Lichtenau / Westfalen. Die Stadt Lichtenau feierte im selben Jahr die 700-jährige Stadtrechtverleihung. Der Verein beteiligte sich mit Wagen und verschiedenen Gruppen daran. Der Chor unter Chorleiter Karl-Friedrich Selzer sang auch öfters bei Festgottesdiensten oder sonstigen Anlässen in der Kirche und veranstaltete einige Kirchenkonzerte in Lichtenau und Freistett, die von den Zuhörern gerne angenommen wurden. Im Jahre 2005 konnte das 145-jährige Vereinsbestehen mit einem Liederabend gefeiert werden.

Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen des 150-jährigen Bestehens des Männergesangvereins Lichteau. Dieses Jubiläum begann der Verein mit der Ehrungsfeier des Ortenauer Sängerbundes, Bezirk Kehl-Hanauerland am 28.2.2010 und schloss ab mit einem Konzertabend am 24. April und am 25. April mit einem Matinee-Singen und Kinder-und Jugendchöre-Singen.

2011 gab es den letzten Wechsel in der Vereinsleitung, Albert Ludwig übergab den Posten des 1. Vorsitzenden an Günter Goldbach des das Amt bis heute ausführ

Probenraum beim Münster Schwarzach

Proben für SchwarzLicht und Frauenchor montags 20.15 Uhr

 

14-tägig im Wechsel

 

SchwarzLicht: gerade Wochen

 

Frauenchor: ungerade Wochen

 

Männerchor:

montags 18.30 Uhr

gerade Wochen in Schwarzach

ungerade Wochen in Lichtenau

 

 

 

 

 

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www.Sängerbund-Schwarzach.de Gemischter Chor SwarzlLicht,